Pädagogische Schwerpunkte und Angebote:

1. Sprache und Bewegung

Bewegung ist für alle Kinder ein ganz ureigenes Bedürfnis. Sie ist Quelle von unzähligen Erlebnissen und bietet einen großen Erfahrungsraum. Vor allem in den ersten Lebensjahren ist Bewegung der wichtigste Weg zur Erkenntnis. Bewegung eröffnet Kindern den Zugang zur Welt und sie ist die Wurzel jeder Erfahrung. Durch Bewegung lernen Kinder ihre Welt zu verstehen. 

Viele Kinder erleben und bewegen sich zu wenig. Dies  aber ist u.a. die Grundlage für einen erfolgreichen Spracherwerb. Bewegung schafft Anlässe für Kommunikation. Aus Greifen wird Begreifen, aus der Tätigkeit der Sinne wird Sinn, weil die Wahrnehmung in Laute, später dann in sprachlichen Ausdruck mündet.

Bewegung übt Sprache unter der Vorraussetzung, dass über die kindlichen Erlebnisse kommuniziert werden kann und entsprechende Bezugspersonen da sind, die den Prozess des Spracherwerbs anregen und fördern. 

Spracherziehung in unserer Kindertagesstätte bedeutet unter anderem, das Mitteilungsbedürfnis der Kinder zu fördern und die Freude an der Sprache zu entdecken.

" Ein Wort, das ein Kind nicht kennt,

ist ein Gedanke, den es nicht denken kann."

 

Wir unterstützen eine erfolgreiche Sprachentwicklung, indem wir im alltäglichen Tun:

  • miteinander spielen und kommunizieren,
  • unsere Gedanken, Gefühle und Wünsche äußern,
  • über Fragen mit den Kindern ins Gespräch kommen …

Darüber hinaus gibt es in unserer Einrichtung vielfältige Angebote, die die Entwicklung der Sprache unterstützen:

  • Mund- und Zungenspiele,
  • Reime, Lieder, Sprach- und Sprechspiele,
  • Bilderbucherzählungen und Geschichten,
  • Rollenspiele ...

Ein besonderer Höhepunkt in jeder Woche ist der Besuch unserer „Lesemütter“ und des "Leseopas", die alle auf ihre eigene Weise den Kindern Spaß und Freude an Geschichten und Literatur vermitteln.

Sprachentwicklung und Bewegung greifen ineinander:

Daher versuchen wir, dem Bereich der Bewegung besondere Bedeutung zukommen zu lassen. Kinder sind ständig in Bewegung, denn nur dann können sie die Reize ihrer Umwelt und Umgebung erkunden. Das Ausprobieren, Erforschen und selbstständige Handeln ermöglicht es dem Kind, sich mit dem ihm eigenen Tempo seiner Umgebung zu nähern und dabei seinen Körper zu erkunden und auszuprobieren.

Unsere räumlichen Vorraussetzungen sind begrenzt, um zusätzliche Bewegungsangebote in den Gruppenräumen zu schaffen. Einen wunderbaren Ausgleich hierzu aber bietet unser Außengelände, das durch seine natürliche Belassenheit zum Klettern, Toben, Fahradfahren, Schaukeln … einlädt.  Hier kann sich das Kind ausprobieren und erforschen.   

Zudem unterstützen wir den Bewegungsdrang unserer Kinder indem wir dem Kind die Möglichkeit bieten, sich möglichst oft und bei jedem Wetter auf dem Außengelände aufzuhalten und in den Räumen unserer Einrichtung Bewegungsanreize schaffen (Teppiche statt Tische; unterschiedliche Sitzpositionen anbieten, Knietische...)

Seit dem Frühjahr 2016 haben wir zudem die Möglichkeit an drei Vormittagen in der Woche einen Raum im Gemeindehaus unserer Kirchengemeinde als Bewegungsraum zu nutzen.

 

2. Religiöse Erziehung

Die Glaubenszugehörigkeit ist nicht ausschlaggebend für die Aufnahme in unseren Kindergarten. Für uns ist es jedoch wichtig, dass die Eltern den christlichen Grundgedanken mittragen. Er ist für uns die Grundlage des menschlichen Miteinanders, der Achtung gegenüber dem Nächsten, der Natur und der Erziehung zum Frieden.

Die religiöse Erziehung bildet keinen Sonderbereich, sondern sie greift in alle Bereiche des Kindergartenalltags. Neben dem Singen religiöser Lieder, dem Vorlesen biblischer Geschichten, Legenden und Bilderbüchern, werden die Kinder auch mit dem christlichen Glauben und der Person Jesu vertraut gemacht. Daraus leiten sich christliche Werte und Normen wie gegenseitige Achtung, Toleranz, Hilfsbereitschaft und friedliche Konfliktlösung ab. Diese geben den Kindern Orientierung und Unterstützung. Das Gebet ist fester Bestandteil des Tagesablaufs. Wir thematisieren die christlichen Feste im Jahreslauf und vermitteln den Kindern deren Bedeutung.

Bei uns können Kinder gemeinsam mit anderen Kindern „Gott und die Welt entdecken“.

 

3. Das Kita-Brückenjahr

Alle Eltern, deren Kind 5 Jahre alt wird, stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Soll das Kind weiter unsere Kindertagesstätte besuchen oder zur Vorschule wechseln?

Während der Jahre in unserer Kita hat ihr Kind bei uns Wurzeln geschlagen. Es ist seit langem mit seiner Kita und seinen Erzieherinnen vertraut und hat Freundschaften geschlossen. Diese stabilen Beziehungen sind für Kinder von grundlegender Bedeutung und bilden die Basis für ihre weitere positive Entwicklung. Wenn sich Kinder geborgen, wertgeschätzt und kompetent fühlen, können sie zuversichtlich neue Schritte meistern – wie den in die 1. Klasse.

Das Kita-Brückenjahr bereitet alle Kinder, die das letzte Jahr vor der Einschulung nicht in einer Vorschule, sondern weiterhin in der Kita verbringen möchten, auf diesen wichtigen Schritt in die Schule vor.

So sieht das Kita-Brückenjahr in unserer Einrichtung aus:

Unsere Vorschulkinder werden zweimal in der Woche im sogenannten Kita-Brückenjahrraum von einer Erzieherin betreut. Die Kinder sollen durch die zusätzlichen Angebote auf die Lebensrealität Schule vorbereitet werden. Die Angebote werden individuell an diese Vorschulgruppe angepasst, das heißt entsprechend ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten und  besonderen Entwicklungs- und Förderbedarfen. Durch Partizipation wird den Kindern die Möglichkeit geboten, aktiv das Vorschulprogramm mitzugestalten.

In Kooperation mit der Katholischen Grundschule in Farmsen  besuchen wir im Zeitraum von November bis Mai des jeweiligen Kita-Jahres den Unterricht einer 1. Klasse. Hier können die Kinder das neue Lebens- und Lernumfeld "Schule" kennenlernen und Schwellenängste überwinden. Zusätzlich werden die Brückenjahrkinder zu Festen, Theateraufführungen ... der Grundschule eingeladen.

Im Kita-Brückenjahr lernt Ihr Kind bei uns:

       - Zahlen, Mengen, Formen (math. Grundkenntnisse)

     - Sprache, Buchstaben, Schrift (Sprachkompetenz)

     - Forschen, Entdecken, Experimentieren (Naturwissenschaft)

  - Lieder, Tänze, Bilder (musische Bildung)

  - Ich, Du, Wir  (soziale Kompetenz)

  - Bewegung und Entspannung (Motorik)

   - Freude, Stolz und Zuversicht (emotionale Kompetenz

   - „Das Lernen lernen“

 

Weiterhin beinhaltet das Kita-Brückenjahr:

- mind. einen Elternsprechtag und einen Eltern-Kind-Sprechtag

- Verkehrserziehung an vier aufeinanderfolgenden Tagen

- Präventionsprogramm "Mutkurs" (5 Einheiten und ein Elternabend")

- Naturkundeprojekt in Zusammenarbeit mit dem "Gut Karlshöhe"